Written on: September 23, 2016
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Während sich die schön warmen bis heißen Berliner Sommertage nun endgültig in den Herbst zu verabschieden scheinen, haben wir uns, (fast) pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang, durch die zahlreichen Veranstaltungen der Stadt geklickt und eine überschaubare Auswahl an Konzerten und Opernaufführungen getroffen, die sich ganz sicher mit den immer kürzer werdenden Abenden auf angenehme Weise verbinden lassen.

Schon nächste Woche gibt es gleich zwei Chorkonzerte an außergewöhnlichen Orten zu erleben: In die einstige Trauerhalle des ehemaligen Krematoriums und heutigen Kulturquartiers silent green lädt der Rundfunkchor Berlin am 28. September zu einer RundfunkchorLounge ein. Einen Tag später wird der RIAS Kammerchor ein Kammerkonzert im Outpost Theater des Alliierten Museums geben.

Wem Chor alleine nicht reicht, der erhält beim Konzert des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin am 28. September die ideale Mischung aus Chor- und Orchesterklang. Gemeinsam mit dem MDR Rundfunkchor Leipzig wird unter der Leitung von Marek Janowski Beethovens Missa Solemnis in der Berliner Philharmonie zu hören sein.

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Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Foto: Josep Molina

Eine ganz besondere musikalische Komödie zeigt die Komische Oper mit Eine Frau, die weiß, was sie will!, in der nur zwei Darsteller ganze 20 verschiedene Rollen gestalten. Ab Oktober wird zudem unter anderem Antonín Dvořáks berühmteste Oper Rusalka auf die Bühne gebracht. Die Staatsoper im Schiller Theater widmet sich im September und Oktober Giacomo Puccinis wohlbekanntem Operndrama Tosca. Während die Staatsoper Unter den Linden noch aufwendig modernisiert wird, können interessierte Besucher sonn- und feiertags einen Einblick in den Sanierungsprozess des historischen Gebäudes bei einer Baustellenführungen erhalten.

Mehr Oper bietet auch die Deutsche Oper ab Oktober mit der Weltpremiere von Gianni – einem Musiktheater vom Techno Ensemble Brandt Brauer Frick und dem Regisseur Martin Butler, in dem die schillernde und gleichzeitig so tragische Welt von Modeschöpfer Gianni Versace thematisiert wird. Und für alle, die sich schon frühzeitig in Weihnachtsstimmung versetzen lassen möchten, empfiehlt sich ein Besuch im Der Nussknacker in einer Darbietung des Staatsballetts Berlin, ebenfalls in der Deutschen Oper ab 07. Oktober.

Ein Stück Skandinavien kommt am 06. Oktober ins Kulturquartier silent green, wenn der norwegische Singer-/Songwriter Pål Moddi Knutsen, besser bekannt als Moddi, sein neues Album Unsongs mit einst zensierter Musik vorstellt. Nur wenige Tage später, am 11. Oktober werden David Danholt (Gesang) und Charlotte Thaning (Klavier), zwei der gefragtesten jungen Musiker Dänemarks, ein Kammerkonzert mit Werken von Schumann und Nielsen im Felleshus der Nordischen Botschaften geben.

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Moddi. Foto: Joergen Nordby

Und was an ungemütlichen als auch sonnigen Tagen gleichermaßen gut funktioniert, ist ein Besuch im Musikinstrumenten-Museum mit seiner beeindruckenden Sammlung an Instrumenten der europäischen Kunstmusik vom 16. Jahrhundert bis heute, welcher sich auch ganz hervorragend mit einem der zahlreichen Konzerte in der Berliner Philharmonie verbinden lässt.

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