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In today’s news: architects shortlisted to design the Barbican’s new concert hall, and a-n launch #FreeMoveCreate campaign to protect freedom of movement in the creative industries. The Berliner Staatsoper moves back to it’s proper building, and fake news about appeal for funds for the Beethovenhalle Bonn retracted by ‘citizens for Beethoven’ union. Azerbaijan celebrates jubilee of first female opera singer, and a hidden Bach festival is being revealed.

The Guardian

Frank Gehry and Renzo Piano on shortlist for Barbican’s new concert hall

The conductor’s baton has been raised in the battle for the Barbican’s new concert hall with some of the world’s leading architects making the shortlist to design the landmark venue

Classical Music Magazine

ISM and a-n launch #FreeMoveCreate

The Incorporated Society of Musicians (ISM) and a-n (the Artists Information Company) have announced their collaborative campaign #FreeMoveCreate to protect freedom of movement for all who work in the creative industries

The Violin Channel

Telegraph Quartet Announced New San Francisco Conservatory Quartete-In-Residence

Comprising violinists Eric Chin and Joseph Maile, violist Pei-Ling Lin and cellist Jeremiah Shaw, the ensemble, formed in 2013, are former 1st prize winners at the Naumburg and Fischoff International Chamber Music Competitions.

The Strad

Cellist Steven Isserlis receives Cobbett Medal for services to chamber music

Inaugurated in 1924 and endowed by Walter Willson Cobbett, the medal is presented annually to a musician for services to chamber music

Tagesspiegel

Alles im Griff auf dem singenden Schiff

Am Freitag endet das siebenjährige Exil der Berliner Staatsoper im Charlottenburger Schillertheater. Ein Gruß zum Abschied.

Concerti

Musik unterm Sternenzelt

Die zehn schönsten Opernfestivals Europas locken in diesem Sommer nach England, Frankreich, Italien, Deutschland und Österreich

Pizzicato

‘Bürger für Beethoven’ boykottieren Spendenaufruf für Sanierung der Beethovenhalle

Nachdem der Westdeutsche Rundfunk (WDR) die falsche Meldung verbreitete, der Bonner Verein ‘Bürger für Beethoven’ würde zu Spenden für die Sanierung für Beethovenhalle aufrufen, wiesen die Verantwortlichen dies entschieden zurück.

Azernews

Azerbaijan to mark 120th jubilee of first female opera singer

The 120th jubilee anniversary of great female opera singer of Azerbaijan Shovkat Mammadova will be celebrated ceremonially.

The Washington Post

A well-hidden Bach festival offers cheerful relief on a summer afternoon

The Grace Church Bach Festival is one of this town’s better-kept secrets.

Twitter

Ein Chagall-Konzert in St. Stephan in Mainz mit ! Wir sind ganz beseelt!

Ehrenpräsident des Deutschen Musikrates Richard Jakoby gestorben

By Laman Ismayilova

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(Written on July 13, 2017 )

Theaterferien, Spielzeitpause, Schulferien – Sommerloch? Wenn die Saison endet, geht es vielerorts erst so richtig los! Die Klassik-Festivals sind zum unaufhaltsamen Trend geworden.

„Von Hitzacker bis Rheingau, Freden bis Nürtingen: Deutschland hat mehr als 300 Festivals für klassische und artverwandte Musik.“ (Zeit online, Volker Hagedorn, Stand 2014)

Viele dieser – mittlerweile weitaus zahlreicheren – Festivals haben im Laufe der Jahre Kultstatus erreicht. Aber auch in der Schweiz geben sich die Musikbegeisterten ihrer liebsten Sommerbeschäftigung hin. Beim Verbier Festival etwa, das jährlich in toller Bergkulisse stattfindet, treffen sich die internationalen Superstars der Klassikszene. Von Gautier Capucon und Joshua Bell über Evgeny Kissin, Andras Schiff und Yuja Wang bis hin zu renommierten Kammermusikensembles wie dem Quatuor Ebène steigen alle einmal im Alpenfestival ab. Ähnlich wie die Lage befinden sich auch die Preise in luftiger Höhe. Zum Glück werden jedoch viele der Konzerte auf dem klassischen Streaming-channel medici.tv übertragen.

Ein etwas näher am Meeresspiegel gelegenes, aber mittlerweile ebenso renommiertes Festival ist das Rheingau Musik Festival, das dieses Jahr sein 30. Jubiläum feiert. Es wird vom 24.06.2017 – 02.09.2017 mit 155 Konzerten in 42 Spielstätten stattfinden. Das Programm umfasst dabei nicht nur klassische Musik, sondern auch Jazz und das Format “Next Generation“, in dem junge Solisten wie Dmitry Masleev, Lucas und Arthur Jussen, Edgar Moreau und Jugendensembles wie das Bundesjugendballett und das Bundesjugendorchester auftreten werden.

Neben diesen repräsentativen Festivals gibt aber auch kleinere und (noch) relativ unbekannte, die meist familiärer und mit viel Liebe zum Detail gestaltet sind. Doch auch diese wachsen von Jahr zu Jahr und verzeichnen kontinuierlich höhere Zuhörerzahlen.
Eines dieser Festivals befindet sich ganz im Norden Deutschlands: Das Gezeitenkonzerte Festival in Ostfriesland.
Es wird dieses Jahr vom 23.06.2017 – 13.08.2017 unter dem Motto „Sturm und Klang“ stattfinden. Während das Festival in seinem Gründungsjahr etwa 5000 Besucher zählte, waren es 2016 schon 10.000. Das Festival unterscheidet sich von den anderen durch eine gemischte Künstlerauswahl. Es besteht sowohl aus bekannten Solisten als auch aus unbekannteren regionalen, ausländischen und Nachwuchs-Künstlern. Auch die Wahl der Konzertorte ist eher alternativ und umfasst Dorfkirchen sowie Kurhäuser, das Emder Fährhaus und die hiesige Kunsthalle.
Neben der musikalischen Unterhaltung spielt das Festival eine wichtige Rolle für den regionalen Tourismus: „Bezaubernde Gärten, historische Gemäuer, Natur pur“, wollen den Besucher auf der gut strukturierten und ansprechenden Homepage verlocken.

Neben den unzähligen – vor allem instrumentalen – Klassik-Festivals jähren sich auch die Opernfestivals. Eines davon findet zwischen bzw. über den Schwarzwaldtannen statt. Die Rede ist von Rossini in Wildbad (07.07.2017 – 23.07.2017).  Das Festival wurde 1989 zur „Erinnerung an [(…) den] Kuraufenthalt von G. Rossini 1856“ (Homepage) gegründet. Wie alle Festivals hat auch dieses klein angefangen. Dass es mittlerweile als internationales Belcanto Festival gilt, hängt laut der Website mit der engen Zusammenarbeit mit öffentlichen Rundfunkanstalten und in Wildbad entstandenen CD Einspielungen zusammen. Seit 2004 betreibt das Schwarzwald-Städtchen eine Belcanto-Akademie, die unter jungen angehenden Sängerinnen und Sängern äußerst gefragt ist.
Ein Highlight des Festivals ist das Auftakt-Konzert GANZ OBEN! mit Mozarts c-Moll Messe, das mit einer halbstündigen Fahrt mit der Sommerbergbahn erreicht und auf dem Turm des Baumwipfelpfades über den Schwarzwaldtannen stattfinden wird.
Neben den Produktionen der Rossini-Opern beinhaltet das Festivalprogramm auch Meisterkurs-Konzerte aus der Klasse von Raúl Gímenez und Lorenzo Regazzo, die die Akademie leiten.

 

Foto: Kienzler

Hinter jedem dieser Festivals steht ein interessanter Gedanke und eine umfangreiche Organisation, die dem Besucher ein unvergessliches Festival-Sommer-Erlebnis bereiten wollen. Je nach Reiselust und Budget kann man aus dem ‚Festival-Katalog‘ Internet auswählen, welches Format die eigenen Interessen am meisten bedient. Die Auswahl des ‚perfekten‘ Festivals ist sicherlich auch eine Interessenfrage – möchte man sich von den großen Solisten zum Staunen bringen oder neue Künstler entdecken, die noch nicht international bekannt sind? Egal wie man sich jedoch entscheidet, die schöne Naturlage ist einem bei jedem bei diesen Festivals sicher!

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(Written on June 22, 2017 )

Alle sprechen darüber. In der Klassikwelt gibt es in diesen Tagen kaum ein anderes Thema als das neue Wahrzeichen Hamburgs: Am vergangenen Mittwoch wurde die neue Elbphilharmonie feierlich eröffnet und damit eine neue Ära eingeläutet.

Die Elbphilharmonie in Hamburg © Thies Raetzke

Elbphilharmonie in Hamburg © Thies Raetzke

Die Vorgeschichte

Für viele Diskussionen sorgte die Philharmonie bereits lange vor ihrer Eröffnung. 2001 fanden die ersten Überlegungen über eine neue Konzerthalle auf dem Kaispeicher statt und damit auch der erste Streit über die Finanzierungsfrage. Die Baukosten sollten zum Teil aus öffentlichen Geldern (77 Millionen Euro) und zum anderen Teil von Privatinvestoren getragen werden. 2007 wurde die Grundsteinlegung gefeiert, kurz danach aber schon Verspätungen und Kostenerhöhungen angekündigt. Schließlich verspätete sich die Eröffnung um sieben Jahre und die Gesamtkosten stiegen von 80 auf 800 Millionen Euro. Die wichtigsten Etappen mit Zeitangaben gibt es auf NDR nachzulesen. In ihrem Artikel „Der dunkle Weg zum hellen Glanz“ schrieb die taz: „Die Vorgeschichte [der Elbphilharmonie] ist ein Paradebeispiel dafür, wie man’s nicht macht.“ Kritisiert wurde die anfängliche Leichtgläubigkeit der Politik und der Bürger, die die unrealistischen Vorhaben ignorierten, um stattdessen die Vision der Weltklassearchitekten Herzog & de Meuron zu zelebrieren.

Elbphilharmonie Hamburg, Mai 2011, Dacharbeiten

Elbphilharmonie Hamburg, Mai 2011, Dacharbeiten

Erfüllt die Philharmonie die hohen Erwartungen?

Mit umso größerer Spannung (und Druck!) wurde die Elbphilharmonie am Mittwoch, dem 11. Januar 2017 eröffnet. Dabei lautete die wichtigste Frage: Wird der Saal die versprochene, weltbeste Akustik liefern können?

Am Tag nach der Eröffnung äußerte sich zunächst Manuel Brug (Artikel in der Welt), leider enttäuscht. Der Klang scheint vorerst nicht zu halten, was die Architektur verspricht: „Der Orchestersatz wird komplexer, und auf einmal höre ich nur noch Bässe. Oder Hörner. Und unangenehm aus der Mitte trötende Klarinetten. Der Klang spreizt sich auf, verflacht dann, vieles dringt nicht mehr durch. Es atmet zu wenig, denke ich.“ Liegt es vielleicht daran, dass der Redakteur nicht am richtigen Ort saß? Vielleicht. Jedoch warb man genau damit, dass unabhängig davon, wo der Zuhörer sitzt, jederzeit der beste Klang garantiert sei.

Mit ihrem Artikel „Dieser Konzertsaal kennt keine Gnade“ stößt Eleonore Büning von der FAZ ins selbe Horn. Die Elbphilharmonie sei eine Augenweide, leider höre man nicht mit den Augen: „Dieser Saal, so wunderschön er auch auf den ersten Sinn wirkt (…)– den zweiten Sinn enttäuscht er. Dieser Saal klingt gnadenlos überakustisch.“ Jeder Fehler, jeder tiefe Atemzug, jeder schiefe Bogenstrich und auch die Publikumsgeräusche würden sich in die Musik mischen.

Elbphilharmonie, Grosser Saal, Pausenapplaus am 11.01.2017 © Michael Zapf

Elbphilharmonie, Grosser Saal, Pausenapplaus am 11.01.2017 © Michael Zapf

Obwohl Rabea Weihser in ihrem Artikel für die Zeit die gnadenlose Akustik des Saals ebenfalls bestätigt („Exzellenz im Spiel wird belohnt, Mittelmäßigkeit und Schwächen treten umso deutlicher hervor“), wird das finale Ergebnis gelobt: „ein glasklarer Klang von erstaunlicher dynamischer Bandbreite, überdeutlich in den Akzenten, voll und weich im Tutti“.

Ebenfalls begeistert schrieb Frederik Hanssen vom Tagesspiegel: Trotz eines schlechten Platzes (in höchster Höhe hinter dem Orchester), ist der Klang fantastisch. Dank des einzigartigen Schallbrechers, der „wie ein Ufo durchs Deckengewölbe dringt“ werden die Töne des Orchesters beispielhaft reflektiert: „Selbst das feinste Pianissimo hat hier noch eine enorme Präsenz. Klarheit und Wärme verbinden sich auf ideale Weise, das Blech entfaltet festlichen Glanz, die Streicher sind brillant, ohne allzu poliert zu wirken, und selbst bei voller Orchesterpower entsteht nie der Eindruck des Wuchtigen.“

Reinhard Brembeck von der Süddeutsche Zeitung sieht die Schwäche nicht in der Akustik des Saales: „Bei Mendelssohn und Brahms wird nach und nach deutlich, dass dieses Defizit nicht der Saalakustik anzulasten ist, sondern Hengelbrock und seinen Musikern.“

Doch letztlich ist die Frage der Akustik eine Frage des persönlichen Gefühls jedes Einzelnen. Der Akustiker der Elbphilharmonie, Yasuhisa Toyota sagt: „Mit der Akustik ist es ähnlich wie mit Whiskey: Selbst Experten können nicht erklären, warum der eine gut schmeckt und der andere nicht.“

Parallel dazu fragte sich die Presse (wie z.B. die Welt in ihrem Artikel „Die Elbphilharmonie beendet eine andere große Ära“), was aus der Laeiszhalle wird, die bis jetzt die begehrteste Stelle für Klassikliebhaber in Hamburg war. Optimal ist der Saal zwar nicht mehr, jedoch wird die künstlerische Leitung versuchen, durch ein neues Programm mit u.a. mehr Weltmusik und Jazz die Zuhörer weiterhin zu locken.

Thomas Hengelbrock / Hanna-Elisabeth Müller / Wiebke Lehmkuhl / Pavol Breslik / Sir Bryn Terfel © Michael Zapf

Thomas Hengelbrock / Hanna-Elisabeth Müller / Wiebke Lehmkuhl / Pavol Breslik / Sir Bryn Terfel © Michael Zapf

Und was sagt Europa dazu? Einblicke in die ausländische Presse

Auch im Ausland sorgt die Elbphilharmonie für Bewunderung und Kritik. Doch interessiert sich die Presse weniger für die Akustik-Frage, als vielmehr für das Gesamtprojekt und die Bedeutung des Saales für die Stadt.

Das gewagte Programm, mit einem Potpourris aus Werken der Romantik, des Barocks und der Neuen Musik, wirkt laut France musique kohärent und sehr gut umgesetzt. Gelobt wird die Innen- und Außenarchitektur des Gebäudes, die Meisterleistungen in Sachen Tontechnik hervorgebracht hat.

The Guardian wundert sich, dass ein so teures und kontrovers diskutiertes Projekt von der Politik und Gesellschaft schlussendlich so gut empfangen wird. Die Anwesenheit von Angela Merkel bis zum Ende der Veranstaltung sieht die Zeitung als Zeichen dafür, wie wichtig die Kultur und die Investition in Kunst für Deutschland ist.

Für The New York Times hat das Gebäude das Potential, einen „Bilbao-Effekt“ auszulösen. Die Zeitung spielt dabei auf die baskische Stadt Bilbao an, die heute dank des einzigartigen Designs des Guggenheim-Museums Touristen aus der ganzen Welt anzieht. Laut des Redakteurs wird die größte Herausforderung für das Gebäude sein, für alle einen Platz zu schaffen. Neben dem Anspruch, Musik zugänglicher zu machen, sollten Bildungsprojekte Vorrang haben, die weiteren gesellschaftlichen Zielen dienen, so z.B. der Integration von Flüchtlingen durch Konzerte, die Einwohner und Zugezogene zusammenbringen können.

El Pais macht einen kurzen Vergleich zwischen der Baustelle des Berliner Flughafens BER und der Elbphilharmonie. Beide seien Beweise dafür, dass die deutsche Effizienz nicht immer das ist, was es in der Theorie vorgibt zu sein. Trotz der Länge des Abends, der insgesamt über viereinhalb Stunden dauerte, wird die Akustik des Raumes und das gewagte Programm der musikalischen Leitung gelobt.

Großer Saal / Die "weiße Haut" der Decke © Oliver Heissner

Großer Saal / Die “weiße Haut” der Decke © Oliver Heissner

Kreativität in den Sozialen Medien

Viel Aufmerksamkeit erreichte die Elbphilharmonie auch in den Sozialen Medien, wobei es eher selten ist, dass Projekte aus der klassischen Musikwelt so viele Leute engagieren und gleichermaßen viel Kreativität in den Sozialen Medien hervorrufen.

Lohnenswert ist das Twitter-Konto der Elbphilharmonie @elbphilharmonie, das unzählige Einblicke in die Gebäude-Geheimnisse, in das Orchester und in die Vorbereitungen der Eröffnung gibt. Viele lustige Videos feiern die baldige Premiere, wie beispielsweise das Countdown Video Sounddown in yellow. Insgesamt ein gelungenes Story Telling, das sich zum Nachlesen empfiehlt.

Kreativ werden auch die Redaktionen vieler Rundfunkanstalten. Der SWR 2 glaubt, überall die Form der Elbphilharmonie zu sehen, sogar in Schokoladentafeln. BR Klassik hingegen transportiert die Elbphilharmonie mit einem lustigen, mithilfe von Photoshop bearbeiteten Video nach Bayern. In einem Video von NDR freuen sich die Musiker des NDR Elbphilharmonie Orchesters über den schönsten Weg zur Arbeit. Über Deutschland hinaus werden Meldungen mit einem Augenzwinkern aus dem Ausland gesendet, so z.B. aus Island. Außerhalb der Musikwelt erfährt das Projekt aber auch viel Kritik, insbesondere wegen der vermeintlich unfairen Verteilung von Staatsgeldern.

Einen sehr guten Überblick über die Debatte in den Sozialen Medien rund um die Elbphilharmonie liefert ein kürzlich erschienener Artikel von Crescendo.

Elbphilharmonie in Hamburg © Maxim Schulz

Elbphilharmonie in Hamburg © Maxim Schulz

(Written on January 17, 2017 )

Auch dieses Jahr konnten Besucher der Frankfurter Buchmesse fünf Tage lang viele neue Ideen, Bücher und Trends kennen lernen. Vom 14. bis zum 18. Oktober konnten Interessierte und Handelnde über Geschichten aus aller Welt staunen und zugleich auch ihr persönliches internationales Netzwerk ausbauen. Besonders die neue Hallenordnung und das erneuerte Konzept – „Internationaler, näher, lebendiger“ – hat der Messe zu mehr Internationalität und Dynamik verholfen.

Auf Konferenzen wie „The Markets“ und „Storydrive“ im Business Club, konnten viele wichtige Köpfe der Branche zusammen gebracht werden und man hatte die Gelegenheit, an vielen spannenden Diskussionen teilzunehmen. Der Business Club bietet eine perfekte Mischung aus Arbeits-, Lern- und Meeting-Plätzen. Dort haben Fachbesucher die Möglichkeit exklusive Meetings zu veranstalten und können zudem auch ruhige Arbeitsbereiche und inspirierende Veranstaltungsformate genießen

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Das Publikum hört Tyler Brûlé von Monocle aufmerksam zu © Bernd Hartung/Frankfurter Buchmesse

Die Messe enttäuschte auch dieses Jahr nicht mit ihrem unendlichen Angebot an Themen. Aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft sowie Kunst und Design waren Vertreter aus verschiedenen Ländern anzutreffen. Speziell Asien spielte eine wichtige Rolle, da Indonesien dieses Jahr seine vielfältige und bereichernde Kultur als Ehrengast der Buchmesse vorstellen durfte.
In der wohl publikumsstärksten Halle konnte man auch die Gourmet Gallery finden. Hier konnte der Besucher auf eine Reise rund um die Welt des Essens, Trinkens und Genießens gehen und sich neben Weinbüchern und kulinarischen Reiseführern von interessanten Apps sowie Geschenk- und Dekorationsideen inspirieren lassen.

Besonders spannend war der in Halle 3.1. stattfindende Weltempfang, der auch als Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung bekannt ist. Dies ist traditionell der Ort, an dem Podiumsdiskussionen, Gespräche und Lesungen mit internationalen Autoren und Übersetzern stattfinden.
Dieses Koordinationsprojekt der Frankfurter Buchmesse und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland hatte in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf das Thema „Grenzverläufe“ gesetzt.

Zudem war die diesjährige Buchmesse auch Gastgeber eines neuen Weltrekords: das längste Bücher-Domino der Welt ist umgefallen! Nach zwölf langen Stunden Arbeit sind 10 200 Titel umgefallen und werden somit in die nächste Ausgabe der „Guinness World Records“ aufgenommen. Am Mittwoch wurde auch an Ort und Stelle die Urkunde von einer Preisrichterin übergeben.

(Written on October 20, 2015 )